Sonja Egger Illustration | Charakterentwicklung | Text

Jahres-Archive: 2013

Von Hasen und Eiern

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Eieieieiei! Nächste Woche ist schon Ostern! Wo kommt das denn plötzlich her?
Hilft nix, man muss das Beste draus machen und drum dreht sich diese Woche (fast) alles um Ostern. Ein paar Basteltipps und Freebies gibt’s auch.

Ich wünsche Euch einen schönen Vorkarwochenbeginn!

 

 

Fisch am Freitag

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Eigentlich verdiene ich ja meine Semmeln mit Zeichnen. Warum es hier bislang trotzdem kaum was davon zu sehen gab, liegt vielleicht daran, dass ich quasi den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe (oder den Fisch vor lauter Wasser…). Hier also mal was Illustratives.
Den Fisch hab ich schon vor etlichen Monaten mit Porzellanmalstift auf die Platte gezeichnet. Jetzt ist er unter einem Berg Skizzen wieder aufgetaucht – buchstäblich – nachdem ich ihn ganz vergessen hatte. Laut Hersteller soll er ja sogar geschirrspülertauglich sein, aber ob ein Fisch nach so einer Hitze- und Chemiebehandlung nicht eher mit dem Bauch nach oben schwimmt…?
Ich wasche vorsichtshalber händisch ab, auch wenn er schon mal aus der Hand glitscht.

Mehr Fisch am Freitag gibt’s hier bei Andiva.

Mahlzeit + schönes Wochenende Euch allen!

 

 

Warten auf grün

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Der Winter gibt noch ein Gastspiel – ein hoffentlich kurzes. Das Einheitsweiß ist schön langsam witzlos, aber trotzdem heißt es weiterhin warten: Warten auf den Frühling, warten auf grün (wie bei Luzia Pimpinella) und warten auf das Ende der Fastenzeit. Ich helf der Natur (und der Fantasie) schon mal ein bisserl auf die Sprünge – auf meiner Fensterbank sprießen schon die ersten Keimlinge österlicher, lukullischer Genüsse. Zum Fest gibt’s selbst gezogene Donuts! Wer’s nicht glaubt, soll’s selbst ausprobieren.

Als Donutsamen haben Frühstücks”flocken” hergehalten, und das Samensackerl gibt’s gratis hier als PDF-Download. Einfach dünnen Karton oder Packpapier auf A4 zurechtschneiden und Vorlage drauf ausdrucken. Dann nur noch ausschneiden, zusammenkleben und auf grüne Daumen hoffen!

Viel Spaß!

 

Helden des Alltags #2

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Als Fortsetzung von Robotis Initiative präsentiere ich heute meine absolut unabkömmlichen, unersetzbaren, viel benutzten, hoch geschätzten Helden des Alltags, die beste Erfindung seit dem Rad: Radiergummis.
Bedeutungslos in einer digitalen Welt und stiefmütterlich behandelt von einer Cut & Paste-Generation, wäre mein Leben ohne sie trist und grau. Grafitgrau. Und schmierig und vielleicht sogar löchrig, möglicherweise auch karg – angeblich kann man nämlich auch mit Brot radieren. Aber ich bin ein Kind unserer Zeit: ich will kein Brot, ich will Plastik! Mein Held aller Helden ist aus PVC, Polyvinylchlorid, und ausnahmsweise gebe ich hier der Petrochemie den Vorzug gegenüber dem Naturerzeugnis. Zwar gibt’s auch Radierer aus Kautschuk (nicht aus Brot, soviel ich weiß), aber die verschmieren alles zu einem einheitlichen Grau. Sozusagen Camouflage statt Korrektur. Die alten Dinger aus meiner Schulzeit haben sogar Löcher ins Papier gerissen – eine recht militante Art der Problemlösung, wie ich finde.
Obwohl: Ein bissl militant bin ich schon auch: meist werden meine Radierer nämlich gleich nach dem Kauf beschnitten und zerstückelt. Der Grund dafür liegt in meiner Sparsamkeit (oder nennen wir’s beim Namen: Faulheit). Bei mir gibt’s keine Vorskizzen und keine Studien, ich mache nicht 100 Zeichnungen, um eine verwertbare rauszukriegen. Was ich zeichne muss passen und was nicht passt, wird passend gemacht. Und hier kommen meine Helden ins Spiel. Effizienterweise sollen wirklich nur die Striche weg, die weg sollen – man will ja nicht alles doppelt und dreifach machen! Mit so einem kleinen Radiererfitzelchen korrigert sich’s wesentlich besser, als mit einem stumpfgerubbelten Klotz.
Und noch einen Vorteil bietet die Vermehrung durch Teilung: man muss nicht suchen, sie kugeln überall herum.

Ein Hoch auf meine Radiergummifitzel!

 

 

Helden des Alltags

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Dienstag ist Heldentag, initiiert von Roboti. Roboti liebt ihre Helden des Alltags. Und ich meine:
Meine (Arbeits-)Alltagshelden sind Aquarellfarben. Aus der Tube, im Glas oder im Napf. Egal wie. Hauptsache hochpigmentiert und damit langlebig und farbecht.
Manche Töne wie etwa Hauttöne (auch Inkarnate genannt) mische ich nicht selbst, sondern nehme dankbar an, dass es sie bereits fertig gibt. Das hat mehrere Gründe: Zum Einen garantieren sie ein einheitliches Hautbild. Was bei der Illustration von Büchern sehr praktisch ist, denn dann gibt’s keine Überraschungen mit solariengegerbten Kindergesichtern auf der einen Seite, die andernorts blass wie Grottenolme erscheinen und auf einer anderen Seite wiederum ins Kotzgrüne tendieren.
Oft erprobt garantieren mir diese Farben zum Anderen ein gutes Druckergebnis. Es kommt nämlich schon mal vor, dass ein Farbton drucktechnisch nicht reproduzierbar ist. Das Ergebnis ist dann grauenhaft. Die Enttäuschung nach monatelanger Arbeit ein zu blasses, ein farbstichiges oder ein quietschbuntes Buch in Händen zu halten, weil man in der Farbwahl zu experimentierfreudig war, erspare ich mir und greife auf Altbewährtes zurück. Gepriesen seien meine Alltagshelden!

 

Schneemann und weiße Schokolade

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Noch nie – nie – hat es in Wien so viel Schnee gegeben. Also zumindest soweit ich mich erinnern kann. Kaum ist er weg, ist er auch schon wieder da! Die Fortbewegung per Langlaufschier oder Rodel ist trotzdem nichts weiter als Gaudium oder Hang zur Theatralik, denn das Streusalz geht hierzulande scheinbar nie aus und verwandelt innerstädtische Gehwege in graubraune Eispfützen, die sich nicht eignen für Kufen. Ich versteh den Gedankengang hinter dem Salzwahn nicht. Kann mir das bitte jemand mal plausibel erklären? Soll es wirklich angenehmer sein durch dreckiges Salzwasser nahe dem Gefrierpunkt zu waten, als trockenen Fußes auf festgetretenem Schnee sein Ziel zu erreichen? Und das Ausrutsch-Argument wenn es wieder friert ist auch Schmarren. Wo bitte ist der Unterschied, ob es mich auf gefrorenem Schnee oder auf Eis zerlegt? Zumindest am Stadtrand ist man ein bissl gescheiter. Oder knausriger. Jedenfalls hat man dort das Vergnügen, den fest getrampelten Schnee unter den Schuhen knirschen zu hören.
Nicht nur Schnee und Salz gibt’s momentan zuhauf. Auch eine erstaunliche Menge an Schneemännern tummelt sich in der Innenstadt, und ich trau mich wetten, dass hier keine Kinder am Werk waren.
Steifgefrorene Hände – große wie kleine – wärmt man am besten auf mit einem Glas heißer Schokolade. Hier ein Rezept ganz in weiß:
Mark einer Vanillestange in ca. 1/4 l Milch aufkochen,
1 Prise geriebene Muskatnuss und
1 Prise Salz dazu.
50 g gehackte, weiße Schokolade in die heiße (aber nicht kochende!) Milch geben und 2-3 Minuten ziehen lassen, bis sich die Schokolade ganz aufgelöst hat.
In ein Glas füllen und nach Geschmack mit Schlagobers garnieren.

Schönen Wochenbeginn!

 

Ars Pro Toto

kunst für alle/s
illustration und handgemachtes

ars pro toto bei brigitte-mom

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