Sonja Egger – ars pro toto
Kunst für alle / s
Stempelgummi
Heute ist mein 100ster Post. Der 99ste hat mir leider nicht das Wacom-Tablet von hier eingebracht, aber dafür einen zweiten Platz und einen Sack voller Annerkennung. Ich danke Euch allen fürs Daumendrücken! Das Tablet kann ich mir kaufen, aber solche Rückmeldungen sind unbezahlbar. Meine herzlichen Glückwünsche an die verdiente Siegerin Dania.
Und jetzt zu etwas ganz Anderem:
Mano und Kerstin haben mich vor ein paar Wochen nach dem Material gefragt, das ich zum Stempelschnitzen verwende. Angefangen von Radiergummi bis hin zu Linol habe ich schon Etliches ausprobiert. Ersteres zu klein für meine Zwecke, letzteres mit erheblichem Kraftaufwand verbunden, wenn man gute Ergebnisse ohne Druckerpresse erzielen will.
Mit anderen Materialien kommt man auch ohne Presse zu guten Ergebnissen:
° 1 Den Hasen hab ich mit einem weißen Stempelgummi von Factis geschnitzt. Der Gummi ist sehr weich und lässt sich auch von Anfägern und Kindern sehr gut bearbeiten. Für filigranere Motive finde ich ihn aber zu weich. Trotz meiner kurzen Fingernägel sind mir immer wieder ungewollte Cuts passiert. Auch für größere Motive ist das Material nicht optimal, weil ein bisschen instabil – da sollte man den Stempel auf ein Trägermaterial aufziehen. Es gibt diesen Stempelgummi auch in blau – eine festere Variante und mir persönlich lieber.
° 2 Stempelgummi von Knorr Prandell. Wesentlich fester als Factis. Trotzdem leicht zu bearbeiten, wenig Verschnitzgefahr; eindeutig mein Favorit unter den herkömmlichen Stempelgummiplatten. Allerdings im Einzelhandel teuer und schwer zu bekommen.
° 3 Softcut, hier schon mal gezeigt. Mag ich sehr. Hat ähnliche Eigenschaften wie Linol, ist aber leichter zu schnitzen und bröselt nicht. Man bekommt ganz saubere Kanten hin, ist also auch für sehr filigrane Arbeiten geeignet. Allerdings muss die dünne Platte auf einem Trägermedium befestigt werden.
Welches Werkzeug ich zum Schnitzen verwende, habe ich schon mal hier geschrieben. Ich hoffe, ich hab Euch ein bisschen weiter geholfen.
Meine Schnitzereien schicke ich zum Creadienstag und Euch wünsche ich noch einen schönen Tag!
Geschenkanhänger
Heute nur was Kleines für den Creadienstag: Ein paar Anhänger. Fürs Packerl oder für den Baum. Einige davon haben schon Verwendung für das Geschenkpapier hier gefunden – habt Ihr bemerkt?
Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag!
Adventskalender
Die Assoziationskette ist wahrscheinlich leicht nachvollziehbar. Dass Advent viel mit Warten zu tun hat, wissen besonders Kinder. (Und alle Erwachsenen in den endlosen Kaufhauswarteschlangen.)
Mein Adventskalender rückt aber auch den ursprünglichen Sinn der Vorweihnachtszeit wieder ein bisschen in den Vordergrund. Also: Abwarten & Tee trinken.
Eine selbstgestaltete Verpackung wahlweise aus Karton oder Blech. Befüllt mit handelsüblichen Teesäckchen in einer oder mehreren Lieblingssorten. Oder – liebevoller und aufwändiger – mit kleinen Aufmerksamkeiten. Wie es geht, zeige ich hier:
°1 Eine normale Teeschachtel aus dem Supermarkt. Vorsichtig auseinander nehmen.
Alternativ zur Schachtel eine Blechdose. Das gruselige Blütendekor gleich vollständig unter Sprühlack verschwinden lassen.
°2 Schachtel mit Geschenkpapier bekleben (in meinem Fall selbst entworfenes) und wieder zusammensetzen.
Gut getrocknete Blechdose mit einer Banderole aus Geschenkpapier bekleben.
Auf beide kommt ein Etikett.
°3 Wer wie ich keine fertigen Teebeutel mag bastelt selber welche und befüllt sie. Beispielsweise mit kleinen Geschenken, netten Aufgaben oder Botschaften oder einfach mit verschiedenen Teesorten oder Gewürzen für Chai.
Die Teebeutel habe ich aus normalen Teefiltern, Bändchen und Nummernschildchen gemacht:
°4 Teefilter je nach Größe des zu verpackenden Inhalts vertikal halbieren oder (wie hier) dritteln.
°5 Noch einmal falten; diesmal horizontal. Ähm. Befüllen nicht vergessen!
°6 Die oberen Ecken zu einem Pfeil umklappen.
°7 Die Spitze des Pfeils nach unten klappen, Bändchen antackern und ans andere Ende des Bändchens das Nummernschildchen (Nein, dafür braucht es keine Anleitung.) kleben.
Fertig!
…
Jetzt muss ich noch auf den 1. Dezember warten.
…
Vielleicht bastle ich für die Wartezeit zur Wartezeit noch einen.
In der Zwischenzeit schaue ich hier und hier und hier was es Neues gibt.
Lebkuchenzeit
Früh übt sich, was ein guter Zuckerbäcker werden will. Heute habe ich für kleine KöchInnen ein vorweihnachtliches Zuckerl. Naja, sowas Ähnliches. Ein Filzlebkuchenset bestehend aus Lebkuchenteig, Lebkuchenmann und -Stern, drei Ausstecher, ein Nudelwalker (so ein passender Ausdruck für Gefilztes) und natürlich ein Mehlsackerl.
Das erinnert mich, dass es schön langsam Zeit wird an Weihnachtsbäckerei zu denken. Ach, wäre es nicht schön, wenn alle Weihnachtsnaschereien so gesund und kalorienarm wären? (M)einen kleinen Beitrag für den Kaufmannsladen schicke ich auch gleich zum Creadienstag.
Erste Weihnachtsdeko
So früh dran war ich noch nie mit meinem Adventkranz. Wie jedes Jahr auch diesmal selbstgemacht, wenn auch kein klassischer Kranz. Von einer Anleitung habe ich Abstand genommen, weil es wirklich simpel ist: Der Kern besteht aus altem Zeitungspapier, in Form gedreht (feucht geht es leichter) und mit Floristendraht und -krepp umwickelt. Der Rest ist Ausprobieren. Alles an Naturmaterialien, das sich übers Jahr zusammengesammelt hat – teils gefunden teils gekauft – wird mit Heißkleber aufgeklebt. Die Kerzen habe ich zusätzlich mit Draht fixiert. Bänder drauf. Fertig!
Und jaja, die brennende Kerze wird nochmal gegen eine neue ausgetauscht, dass ganz stilecht am ersten Advent das erste Lichtlein brennt.
Ab damit zum Creadienstag. Mal sehen, was ich dort so finde.
Schattentheater
Wie letzte Woche hier versprochen, geht es heute weiter mit Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Diesmal ist der Jäger mit dabei. Mit im Gepäck eine Anleitung für ein Schattentheater:
Ihr braucht dazu:
Festen Karton (hier eine alte Lampenverpackung), 76 cm x 35 cm
Stabiler Fotokarton (oder wie hier eine alte Schuhschachtel) für die Kulisse
Seidenpapier (ca. 30 cm x 32 cm)
Doppelseitiges Klebeband
Klettverschluss
Cutter, Schere, Lineal, ev. Falzbein
So ein Schattentheater ist schnell gebaut. Ihr könnt dafür ganz einfach eine Schachtel verwenden und den Boden ausschneiden.
Mit einem Klapptheater, wie ich es hier zeige, hat man allerdings wesentlich mehr Bewegungsfreiheit: Dazu den Karton mit dem Falzbein dritteln. Die Seitenklappen messen je ca. 17 cm, um die Stabilität zu erhöhen habe ich 3 cm weiter noch einmal einen Falz gezogen. Dann wird im Mittelteil die Bühne ausgeschnitten. Meine misst ca. 28 cm x 30 cm. (Nach diesem Arbeitsschritt habe ich den Karton schwarz lackiert – das ist aber Geschmackssache und muss nicht sein.) Über den Ausschnitt wird von innen weißes Seidenpapier mit einer entsprechenden “Nahtzugabe” geklebt. Verwendet habe ich einfaches Klebeband, aber mit doppelseitigem geht es schneller. Nun ist das Schattentheater eigentlich schon einsatzbereit. Schöner wird es natürlich mit der entsprechenden Kulisse: Ich habe dafür ein Motiv entworfen, das sowohl hochkant als Baum wie auch liegend als Gebüsch funktioniert. Ich finde es praktischer und auch schöner, die Kulisse VOR dem Seidenpapier zu befestigen. So ist sie leichter auswechselbar und bildet den richtigen Rahmen. Zur Befestigung habe ich Klettband mit doppelseitigem Klebeband am Theaterrahmen und Kulissenteil fixiert.
Mit einer starken Lichtquelle kann die Vorstellung dann auch schon beginnen. Und so schaut mein Ergebnis aus: Hübsch, oder?
Alle Entwürfe stammen wieder von mir und wandern wie üblich zum Creadienstag und erstmals zu Nina.

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