Sonja Egger Illustration | Charakterentwicklung | Text

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Filzsteckerleis

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Drei Fliegen mit einer Klappe. Seit längerem wieder was Gefilztes, was für den Kaufmannsladen und Teil 2 zu meinem August-Schwerpunkt Eisiges: 3 Filzeislutscher in den Geschmacksrichtungen HimBeerig, Jelly und FunnyTwins. Inhalt: 100% Schafwolle (naja, abzüglich Holzsteckerl) plus Verpackung. Die dürft Ihr dann selbst entsorgen! Und weil ich immer wieder gefragt werde: Ja, irgendwann wird es wohl einen Shop geben, aber aus zeitlichen Gründen muss ich die Eröffnung immer wieder verschieben. Deshalb mache ich keine Prognosen und keine falschen Versprechungen mehr.

Und damit marschiere ich jetzt nach der Sommerpause schnurstracks zum Creadienstag und lass mich von den anderen Einreichungen inspirieren.

 

Grauer Alltag

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Wien: Sonnenschein, 25 Grad. Draußen die sommerlich-übliche Liaison von Vogelgezwitscher und Baustellenlärm, aber um 6 gehen die Arbeiter heim, die Vögel bleiben. Alles dreht sich um Farben. Gras. Grün. Verdorrt. Braun. Himmel von azurblau über cyan bis zum abendlichen Purpur. Drinnen grauer Arbeitsalltag. Von all der grellen Buntheit meiner guten alten Aquarellfarben schon leichte Farbenblindheit. Freude an der sensationellen neuen Pastellkreide, die radierbar und wasservermalbar ist. Kaffee zum Wachbleiben bis in die Nachtstunden. Milchschaumwolken und Filzberge. Mein Alltag dreht sich momentan nur um Abgabetermine. Reinzeichnungen von zwei Büchern, Fertigstellung einer größeren Bestellung: 9 Filzköpfe, hier schon mal gezeigt, in Serie.

Ich bin kaum noch auf dem Laufenden was sich bei Euch so tut. Habt Ihr Urlaub? Genießt Ihr den Sommer? Ich hoffe, Ihr merkt gar nicht, dass ich nicht da bin, weil Ihr selbst so beschäftigt seid mit Genießen in der analogen Welt. Einerseits. Andererseits wär’s schon fein, Ihr würdet mich nicht vergessen. Sobald ich kann, bin ich wieder bei Euch.

Habt derweil eine schöne Zeit!

 

Ist das Kunst oder kann das weg?

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Auf der Suche nach Papier bin ich auf diese beiden Studien gestoßen. Das Portrait hab ich mit ca. 18 gemacht, das Kostüm unten war Teil der Aufnahmsprüfung an der Uni für Musik und Darstellende Kunst, Richtung Bühnenbild (schon ein bissl verschmiert – ist ja schon ein Weilchen her). Ich kann mich grad nicht entscheiden, ob die Skizzen grottenschlecht sind oder passabel. Mir fehlt dazu die Distanz. Kunst sicher nicht, aber die Aufnahmsprüfung hab ich immerhin geschafft…

 

5 Fragen am Freitag

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1. Deine Geschichte der Woche?
… bleibt vorläufig mein Geheimnis. Vetragsbedingt. Das Buch an dem ich gerade arbeite ist aber wieder mal eines für fantasiebegabte Erstleser.
2. Wo, mit was oder wem bist du glücklich gewesen?
Bei unserem Wochenendausflug in Österreichs kleinste Stadt. Mehr davon gibt’s morgen.
3. Worauf freust du dich diesen Sonntag?
Auf einen Zoo-Besuch.
4. Laut gelacht? (Sonst auch leise…)
Über meine Version der Kessler-Zwillinge.
5. Dein Ziel für nächste Woche?
Endlich Urlaub. Es geht in den Süden.

Und hier gibt’s weiter Frage- und Antwortspiele. Schönes Wochenende!

 

Bleistift auf Papier

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Schlicht (und) unverzichtbar – besonders unterwegs: Papier und Bleistift. Meine heutigen Alltagshelden muss ich niemandem vorstellen. Mein heutiger Beitrag für den Creadienstag ist inspiriert vom Wochenendausflug aufs Land, bei dem nur das Nötigste mit darf. Die Bleistiftskizze auf dem Moleskine dient vielleicht auch gleich als Reminder, denn ohne den einen ist das andere nutzlos.

Schaut doch bei Roboti und bei Anke vorbei und habt einen schönen Wochenbeginn!

 

 

Mädchenkram

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Ich stimme jetzt nicht in die Litanei ein, dass früher alles besser war. Aber trotzdem trauere ich meinen Kinderbuch-Heldinnen, zum Leben erweckt von der wunderbaren Astrid Lindgren oder der grandiosen Christine Nöstlinger, nach. Die Protagonistinnen der modernen Mädchenliteratur finde ich im Gegensatz dazu tendenziell farblos – oder schlimmer noch – stereotyp. Von einschlägigen Reality-Soaps beeinflusst drängen auch immer mehr (Bilder)Bücher zum Thema Model auf den Markt. Neulich habe ich gelesen, dass 65% der erwachsenen Frauen 10 (!!!) IQ-Punkte abgeben würden im Austausch gegen mehr Schönheit. Ich war fassungslos. Was richten solche Vorbilder an?

Ich liebe freche selbstbewusste Mädchenfiguren wie die Froschprinzessin von Nikola Huppertz, denen auch Schwächen zugestanden werden. Da ich in der glücklichen Position bin mir meine Arbeit aussuchen zu können, wähle ich mit Bedacht, aber manchmal entscheidet einfach das Honorar. Oder es kommt vor, dass ich mein Stil-Repertoire erweitern will und ich nehme einzig und allein deshalb einen bestimmten Job an, wie beispielsweise die Covergestaltung der Silberherz-Reihe von Amy Tree (Band 1-8).

Ich finde, dass Mädchenkram literarisch gesehen eine möglichst große Bandbreite abdecken sollte. Dann sind auch ab und zu stereotype Modelmalbücher erlaubt. Was meint Ihr?

Bild oben: Silberherz von Amy Tree, Band 1 (Ravensburger)
Bilder unten: Supermann und Froschprinzessin von Nikola Huppertz (Arena)

Mehr Mädchenkram bei Luzia Pimpinella.

 

Ars Pro Toto

kunst für alle/s
illustration und handgemachtes

ars pro toto bei brigitte-mom

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